Anatomische Anstalt München

Projektdaten

Auftraggeber: Staatliches Bauamt München 2

Leistungszeitraum: 2009 - 2013

Leistungsumfang: Lph 5 (Planung Präparatelagerung), 6-9 gemäß § 33 HOAI

Projektbeschreibung

Die Anatomische Anstalt der LMU München in der Pettenkoferstraße, erbaut von 1905 bis 1907 nach den Plänen des Architekten Prof. Max Littmann, zählt wegen des umfassenden Einsatzes des Werkstoffs Eisenbeton für Fassaden, Wände, Decken und Außenanlagen zu den ersten großen Stahlbetonwerken Deutschlands und ist heute denkmalgeschützt.

Für den Hochschulbau architektonisch revolutionär war seinerzeit die Gestaltung des zentral angeordneten Präpariersaals als Unterrichtsraum mit fünf rosettenförmig anschließenden Apsidenräumen. Der darüberliegende Mikroskopiersaal wird von einer Kuppel mit einem Durchmesser von ca. 22 m und einer Scheitelhöhe von 5,7 m überspannt, deren Schalenstärke nur ca. 10 cm beträgt. Sie ist damit weltweit die zweite ausgeführte Kuppel dieser Art.

Bei der Generalsanierung, die in 4 Bauabschnitten bei laufendem Betrieb durchgeführt wurde, lagen die Schwerpunkte in den Bereichen Statik, Haustechnik, Bauphysik, Brand- und Arbeitsschutz. Eine energetische Ertüchtigung war bedingt durch die Auflagen des Denkmalschutzes nur sehr eingeschränkt möglich und beschränkte sich im Wesentlichen auf Fenster, Türen, Oberlichter und Dach.

Alle Belange des Denkmalschutzes wurden mit dem Landesamt für Denkmalpflege abgestimmt und zielten unter anderem ab auf die Erhaltung der historischen Fassade, den weitgehenden Rückbau der nach 1945 erfolgten Einbauten und Änderungen, die farbliche Wiederherstellung des historischen Bildes und die Restaurierung des historischen Mobiliars.

 

Ausgezeichnet mit dem ‚Bayerischen Denkmalpflegepreis 2014“ in Gold


Bildnachweis: © StBA M2/Anton Brandl

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